Pflanzt Du im Mai – kommt es „glei“

Was Du pflanzt im Mai – Das kommt „glei“

Jetzt, im Mai, ist die ideale Zeit zum Pflanzen. Pflanzungen von Obstgehölzen, egal ob Bäume oder Sträucher, sollten bereits im April abgeschlossen sein. Wer das versäumt hat, sollte es jetzt schnell nachholen. Das meiste Frühjahrs-Gemüse kann im Mai in die Erde. Tomaten und Gurken werden besser erst in der zweiten Maihälfte ins Freiland gepflanzt. Ratsam ist es, sich für einen Fruchtfolgeplan einige Aufzeichnungen zu machen, damit man im Folgejahr nicht die gleichen Pflanzen an die gleiche Stelle setzt, denn das schmälert nachhaltig den Ertrag. Übrigens, wer Knoblauch liebt, sollte Diesen besser im Herbst stecken, weil er dann einfach besser gedeiht.

Die Eisheiligen werden von Vielen beachtet, von Anderen belächelt. Gärtner wissen natürlich, das das Klima und die Wetterlage entscheidend sind und nicht der Kalender. Die Wenigsten beachten allerdings, das sich der Kalender geändert hat, seit diese Regeln aufgestellt wurden. Ist es richtig, das die Eisheiligen vom 11. bis zum 15. Mai kommen? Die legendären Bauernregeln wurden nach dem Julianischen Kalender aufgestellt. Mit der Reform im Jahr 1582 wurde der Gregorianische Kalender eingeführt. Die Daten sind geblieben, aber die Tage haben sich definitiv um etwa eine Woche verschoben. Die Kälteeinbrüche kommen nach den alten Bauernregeln also erst vom 19. bis zum 23. Mai, denn die Eisheiligen haben ja das alte Datum behalten, obwohl die Zeit eine Andere ist. Das Klima richtet sich aber nicht nach den Kalendern der Päpste, sondern allein nach der Sonne in unserem Universum. Das sind keine Fakenews oder alternative Fakten, sondern die nackte Wahrheit.

Die Mischkultur ist für den erfolgreichen Anbau von gesundem Gemüse eine hochinteressante Angelegenheit. Die Möhren verjagen die lästigen Zwiebelfliegen und Zwiebeln vertreiben die nervigen Möhrenfliegen. Also sollten die Beiden nebeneinander stehen. Blumenkohl und Sellerie sind auch richtige Kumpel. Der Blumenkohl bleibt dabei von den Kohlweisslingraupen verschont, der Sellerie bekommt keinen Rost. Kartoffeln sind gute Nachbarn für Möhren und die Kresse liebt Radieschen. Ringelblumen vertreiben die schädlichen Wurzelsälchen an Gemüsepflanzen und der Knoblauch verhindert Mehltau. Über das Thema Mischkultur lohnt es sich, ein wenig in der Fachpresse oder auf Fachportalen im Internet zu recherchieren.

Das Umsetzen der Komposthaufen sollte eigentlich im März erledigt sein. Wenn das noch nicht geschehen ist, wird es nun höchste Zeit, denn das Innenleben wird mit zunehmender Temperatur wieder aktiver. Mit dem Umsetzen wird dieser Prozess noch beschleunigt, das man keinerlei Zusätze benötigt. So entsteht der beste Naturdünger für jeden Kleingarten. Übrigens können neben den bekannten organischen Abfällen können auch weitere Stoffe zugesetzt werden. Dazu empfehlen sich zum Beispiel auch Eierschalen, Kaffeesatz, Wellpappe, Zeitungen ohne Farbdruck und alle Fäkalien. Jedoch sollten Fleischreste, Tiere, Essensabfälle und Brot nicht auf den Haufen kommen, denn damit werden allerlei lästige Tiere angelockt, die den Garten nur verwüsten.
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Spätwinter-Schnitt der Obstgehölze

Spätwinter-Schnitt der Obstgehölze

Jetzt, vom 13.03.2017 bis zum 17.03.2017, ist in Altfranken genau die richtige Zeit für den Schnitt vieler Obstgehölze. Besonders in den ersten 5 Jahren ist ein regelmäßiger Schnitt zum Aufbau von Krone, Spindel oder Spalier zwingend erforderlich. Was in diesem Jugendstadium versäumt wird, ist später nur schwer zu korrigieren. Dazu gibt es ausreichend hilfreiche Fachliteratur. Verallgemeinerungen können im Obstbau immer nur als grobe Orientierung dienen, da jeder Baum oder Strauch einzigartig ist. Auch spielt das regionale Klima und das jeweilige konkrete Wetter eine wichtige Rolle.

Grundregeln für den Schnitt von Obstgehölzen

Schnittmaßnahmen im Spätherbst oder Spätwinter fördern das Wachstum.

  1. Schnittmaßnahmen im Sommer hemmen das Wachstum.
  2. Mit Schnittmaßnahmen im Frühjahr und Sommer kann man Qualität und Quantität der Erträge nachhaltig beeinflussen.
  3. Das Veredeln im Freiland ist vom Frühjahr bis Mitte September möglich.

Auswirkungen beim Schnitt von allen Gehölzen

  1. Ohne Schnitt entsteht Wildwuchs.
  2. Schwacher Rückschnitt erzeugt schwachen zielgerichteten Wuchs.
  3. Starker Rückschnitt erzeugt starken zielgerichteten Wuchs.
  4. Zapfschnitt und Stuhlschnitt erzeugen neue Äste.

Bei der Gestaltung der Gehölze gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die in ihren Wirkungen jedoch recht unterschiedlich sein können. Wertvolle Informationen dazu findet man in der Fachpresse, die allerdings Kosten verursacht. Das kostenlose Internet wäre eine Alternative, aber oft ist das Geschwätz in den Foren nicht viel Wert, denn kein wirklicher Experte verschenkt sein Wissen öffentlich, denn davon lebt er ja. Und genau aus diesem Grund gibt es im Kleingartenwesen bundesweit das System der Gartenfachberatung. Die Ausbildung der Fachberater erfolgt in einem zweijährigen Programm an einer Gartenakademie. Die Gartenfachberater stehen im Verein den Mitgliedern gern zur Seite, sofern Diese es wünschen.Samenhaus Müller